Deutschlands wichtigste Giftpflanzen

Abbildung - Giftlattich

Giftlattich oder Giftsalat (Lactúca virósa L.)

Der Giftlattich oder Giftsalat gehört zu den Korbblütlern (Compositen) und in die 19. Linnésche Klasse.

Beschreibung

Er treibt einen 0,60 bis 1,50 m hohen Stängel. Die, den halben Stängel umfassenden Blätter sind am Grund pfeilförmig. Sie stehen waagerecht vom Stängel ab, sind stachelspitzig gezähnt und umgekehrt eiförmig. Die Hauptrippe der Blattunterseite ist borstig. Die Blüten stehen in Rispen mit aufrecht stehenden Ästchen. Fig. 1 zeigt den Längsschnitt eines Blütenköpfchens, Fig. 2 ein einzelnes Blütchen und Fig. 3 ein Staubfadenbündel mit den verwachsenen Staubbeuteln. Fig. 4 zeigt ein einzelnes Staubgefäß, Fig. 5 den Griffel mit zwei Narben und Fig. 6 und 7 Früchte in verschiedenen Reifezuständen. Die schwarzen Samen sind breit berandet und kahl. Auf beiden Seiten zeigen sich fünf Riefen. Die ganze Pflanze riecht widerlich.

A mittlerer und oberer Teil der Pflanze; 1. Blütenköpfchen im Längsschnitt, vergrößert; 2. einzelnes Blütchen, vergrößert; 3. Staubfäden mit verwachsenen Beuteln; 4. einzelnes Staubfädchen; 5. Griffel; 6, 7. Früchte in verschiedenen Reifezuständen

Blütezeit

Juli bis August

Vorkommen

Im Norden Deutschlands selten, nach Süden zu häufiger, auf Schutt und unbebautem Boden, wird auch als Arzneipflanze angebaut