Deutschlands wichtigste Giftpflanzen

Abbildung - Herbstzeitlose

Herbstzeitlose, auch Wiesensafran genannt (Cólchicum autumnále L.)

Die Herbstzeitlose, auch Wiesensafran genannt, gehört zu den Zeitlosgewächsen (Melanthieen), nach Linné in die 6. Klasse.

Beschreibung

Dieses schöne, wunderbare Gewächs hat eine ausdauernde, zwiebelförmige Wurzel, die von braunen Schalen umgeben ist. Diese treibt gewöhnlich eine sehr lange und enge Blütenröhre, die oben in einem lilienartigen, sechsteiligen Perigon endet. Da, wo die Sechsteilung der blass-rosa Krone beginnt, sind 6 Staubfäden eingefügt. Der Fruchtknoten schickt 3 fadenförmige Griffel empor. Er befindet sich tief unter der Erde. Erst im nächsten Frühjahr erscheinen 3-5 breit-lanzettliche, saftige Blätter, zwischen denen die aufgeblasene, dreifächerige Kapsel sitzt. (A) stellt die Wurzel der Herbstzeitlose dar, (B) die dazu gehörige Blüte, (C) gibt das Bild der Pflanze im Frühjahr mit entwickelter Frucht wieder. Fig. 1. veranschaulicht einen Längsschnitt der Zwiebel, Fig. 2 eine ausgebreitete Blüte, Fig. 3 eine aufgesprungene Kapsel und Fig. 4 den Querschnitt derselben.

A Zwiebel; B Blüte; C fruchttragende Pflanze mit Blättern; 1. Längsschnitt durch die Knolle; 2. ausgebreitete Blütenhülle; 3. aufgesprungene Kapsel; 4. Querschnitt durch die aufgesprungene Kapsel

Blütezeit

September bis Oktober

Vorkommen

Auf fruchtbaren und feuchten Wiesen kommt sie gewöhnlich in großen Mengen vor oder fehlt ganz. Vereinzelte Exemplare findet man selten.