Deutschlands wichtigste Giftpflanzen

Abbildung - Roter Fingerhut

Roter Fingerhut (Digitális purpúrea L.)

Der rote Fingerhut gehört zu den Skrophelgewächsen (Scrophularineen), nach Linné in die 14. Klasse.

Beschreibung

Diese prächtige Pflanze entwickelt aus faseriger Wurzel im 1. Jahr eine Blattrosette, im 2. den meist einfachen, aufrechten Stängel mit einer Höhe von 0,40-1,25 m. Die unteren Stängelblätter sind am Stiel verschmälert, die Oberen sitzend, von eilanzettlicher Gestalt und gekerbt. Ihre Unterseite ist graufilzig behaart. Die Blüten bilden eine endständige, einer Richtung zugewandte Traube. Die einzelne Blüte ist kurz gestielt, überhängend und am Grund von einem eilanzettlichen Nebenblättchen gestützt. Der einblätterige Kelch ist 5-spaltig. Die außen kahle, innen behaarte Krone ist hellpurpurn und zeigt schwarze, weiß umrandete Flecken. Sie besitzt 2 lange und 2 kurze Staubfäden und einen Stempel. Fig. 1 zeigt den Längsschnitt einer Blüte, Fig. 2a und 2b ein jüngeres und ein reiferes Staubgefäß. Fig. 3 zeigt den Stempel, Fig. 4 den Längsschnitt des Fruchtknotens und Fig. 5 den Querschnitt desselben. Die Frucht ist eine eirunde, zweiklappige Kapsel (Fig. 6).

A unterer Teil der blühenden Pflanze; B oberer Teil der blühenden Pflanze; 1. Blüte im Längsschnitt; 2a, 2b Staubfäden in verschiedenen Reifezuständen, vergrößert; 3. Fruchtknoten mit Stempel, vergrößert; 4. Längsschnitt durch den Fruchtknoten, vergrößert; 5. Querschnitt durch den Fruchtknoten, vergrößert; 6. aufgesprungene Kapsel in natürlicher Größe

Blütezeit

Juli, August

Vorkommen