Deutschlands wichtigste Giftpflanzen

Abbildung - Saatmohn

Saatmohn, Schlafmohn
(Papáver somníferum L.)

Der Saatmohn oder Schlafmohn gehört zu den Mohngewächsen (Papaveraceen) und in die 13. Linnésche Klasse.

Beschreibung

Sein 0,60-1,25 m hoher Stängel ist blaugrün und kahl. Die länglichen, nach ihrem Grund verschmälerten unteren Blätter sind buchtig gelappt und ungleich gezahnt. Die Oberen sind stängelumfassend und doppelt ungleich gezähnt. Alle Blätter haben blaugrüne Färbung. Die Blütenstiele sind mit waagerecht abstehenden, steifen Haaren besetzt. Die Blüte zeigt vier, bald hellrote, bald bläuliche und weiße Kronenblätter mit trübrotem Mittelfelde. Als Knospe wurde sie von einem zweiblätterigen Kelch umschlossen, der jedoch beim Aufblühen abfällt. Die zahlreichen Staubfäden sind nach oben zu verdickt (Fig. 1). Die Frucht ist eine fast kugelige Kapsel mit 9-16-strahliger Narbe (Fig. 2). Zur Zeit der Reife springt sie unter der Narbe mit Löchern auf (Fig. 3) und streut zahlreiche weiße oder bläulich-schwarze Samenkörner umher. Aus den angeschnittenen, unreifen Kapseln tritt Milchsaft heraus, welcher Opium liefert.

A blühende Pflanze; 1. Staubfaden, vergrößert; 2. unreife Frucht, natürliche Größe; 3. reife Fruchtkapsel, vergrößert

Blütezeit

Juli, August

Vorkommen

Stammt aus Asien, wird vielfach des Opiums halber angebaut, findet sich auch als Zierpflanze in unseren Gärten.