Deutschlands wichtigste Giftpflanzen

Abbildung - Schöllkraut

Schöllkraut, Goldwurz, Gelbwurz, Blutkraut, Gilbkraut, Augenkraut, Schwalbenkraut (Chelidónium maius L.)

Das Schöllkraut (Gold-, Gelb-Wurz, Blut-, Gilb-, Augen-, Schwalben-Kraut) gehört zu den Mohngewächsen (Papaveraceen), nach Linné in die 13. Klasse.

Beschreibung

Es hat einen starken, ästigen Wurzelstock. Dieser ist hellrot gefärbt und, wie die ganze Pflanze, mit gelber Milch gefüllt, die bei der geringsten Verwundung hervortritt. Der ästige Stängel ist zerstreut behaart, desgleichen das zarte, unterseits blaugrüne Blatt. Die unteren Blätter sind buchtig-fiederteilig; die oberen fiederspaltig. Die einzelnen Abschnitte sind gelappt und gekerbt. Die Blüten sind lang gestielt und doldig. Der Kelch ist zweiblätterig (Fig. 1) und fällt sehr leicht ab. Die Blüte hat 4 verkehrt - eiförmige, schwefelgelbe Kronenblätter. Staubfäden sind gegen zwanzig vorhanden, jedoch nur ein Stempel. Die Frucht ist eine aufrechte, schmale, einfächerige Schote (Fig. 2 und 3). Sie enthält zahlreiche glänzende, schwarze Samen.

A oberer Teil der blühenden Pflanze; 1. Knospe mit Kelch, im Aufblühen begriffen; 2. Längsschnitt durch die Fruchtknolle, vergrößert; 3. reife Frucht im Längsschnitt

Blütezeit

Mai bis September

Vorkommen

auf Schutthaufen, an Wegrändern ein sehr gemeines Unkraut