Deutschlands wichtigste Giftpflanzen

Abbildung - Stechapfel

Stechapfel, Teufelsapfel, Zigeunerapfel oder Igelnuss (Datúra Stramónium L.)

Der Stechapfel, auch Teufelsapfel, Zigeunerapfel und Igelnuss genannt, gehört zu den Nachtschattengewächsen (Solaneen) und nach Linné in die 5. Klasse.

Beschreibung

Seine spindelförmige, kräftige Wurzel treibt einen ästigen und kahlen, über meterhohen Stängel. Dieser trägt fast eirunde, zugespitzte und buchtig gezähnte Blätter an kurzen Stielen. Die ebenfalls kurz gestielten Blüten stehen einzeln in den Stängel- und Astachseln. Sie haben einen fünfkantigen, bauchig-röhrigen Kelch mit fünf spitzen Zähnen. In demselben steckt die fünf-lappige, trichterförmige, weiße Blumenkrone. Diese ist viel länger als der Kelch. Staubfäden sind fünf vorhanden. Sie sind im Kronentrichter eingefügt. Der nach oben zu etwas verdickte Griffel ist so lang wie die Staubfäden. Fig. 3 zeigt den Fruchtknoten im Querschnitt. Als Frucht entwickelt sich eine an ihrem oberen Teil zweifächerige, am Grunde vierfächerige, ungefähr wallnussgroße Kapsel. Außen ist sie mit zahlreichen Stacheln bewehrt. Zur Zeit der Reife springt sie mit vier Klappen auf. Sie enthält sehr viele nierenförmige, schwarze Samen (Fig 5).

A blühender Zweig mit junger Frucht; 1. Staubfaden; 2. Fruchtknoten mit Stempel; 3. Querschnitt des Fruchtknotens; 4. aufgesprungene Kapsel; 5. Samen in natürlicher Größe und vergrößert

Blütezeit

Juli, August

Vorkommen

Sie stammt aus dem Orient und soll von Zigeunern eingeschleppt worden sein. In Deutschland kommt sie auf unbebautem Boden, Schutt usw. nicht selten vor.