Deutschlands wichtigste Giftpflanzen

Abbildung - Wasserschierling

Wasserschierling, Tollrübe, Parzenkraut,
Wütrich
(Cicúta virósa L.)

Der Wasserschierling, auch Tollrübe, Parzenkraut und Wütrich genannt, gehört zu den Doldengewächsen (Umbelliferen) und in die 5. Linnésche Klasse.

Beschreibung

Diese äußerst giftige Pflanze hat einen ganz charakteristischen Wurzelstock (A). Derselbe ist inwendig hohl und durch markige Querwände in mehrere Fächer geteilt. Diese enthalten hauptsächlich das furchtbare Gift. Der stielrunde, 0,50 bis 1,50 m hohe Stängel ist hohl, kahl und zeigt kleine Rinnen. Die Blätter sind dreifach gefiedert und haben scharf gesägte, lineal-lanzettliche, spitze Zipfel. Die Blattstiele sind meist röhrig und umfassen den Stängel scheidig. Die Doldenhülle fehlt oder besteht nur aus 1-2 unbeständigen Blättchen. Die Hüllen sind allseits wendig, zurückgeschlagen und vielblättrig. Die zusammengesetzte Dolde trägt kleine zwitterige und männliche Blüten mit 5 weißen, eirunden Blütenblättchen, 5 Staubfäden und 2 Griffeln. Die Frucht (Fig. 1) ist rundlich und gerippt.

A Wurzelstock im Längsschnitt; B oberer Teil der blühenden Pflanze; 1. reifes Früchtchen, vergrößert

Blütezeit

Juli bis August

Vorkommen

In Sümpfen, an Flussufern und in Gräben, durch ganz Deutschland verbreitet, in manchen Gegenden, z. B. an der Röder bei Grossenhain (Sachsen), häufig.