Deutschlands wichtigste Giftpflanzen

Abbildung - Weiße Zaunrübe

Weiße Zaunrübe, auch Heckenrübe oder
Gichtrübe genannt
(Bryónia alba L.)

Die weiße Zaunrübe, auch Hecken- oder Gichtrübe genannt, gehört zu den Kürbisgewächsen (Cucurbitaceen) und in die 21. Linnésche Klasse.

Beschreibung

Ihre Wurzel (A) ist sehr dick und rübenförmig. Sie enthält übel riechenden, bitteren Milchsaft. Aus ihr erheben sich gewöhnlich mehrere bis 3 m lange, ästige Stängel. Diese ranken und klettern mithilfe ihrer Wickelranken (B). Die herzförmigen Blätter sind 5-lappig und die einzelnen Läppchen ungleich eckig ausgebuchtet. Die einhäusigen Blüten sitzen in Doldentrauben beieinander. Die grünlich-gelbe Blumenkrone ist tief fünfteilig. Sie sitzt in einem Kelch (Fig. 1), welcher mit fünf spitzen, zurückgekrümmten Zähnen versehen ist. Die männlichen Blüten (Fig. 2 im Längsschnitt) zeigen drei am Grund verwachsene Staubfäden. Die Weiblichen besitzen drei kahle Narben (Fig. 3 und 4). Die Frucht (Fig. 5) ist eine anfangs grüne, dann schwarze, kugelförmige Beere. Sie ist saftig und entwickelt in 3 Fächern (Fig. 6) meist je zwei Samen (Fig. 7).

A Wurzel, natürliche Größe; B, C oberirdischer Teil der Pflanze, natürliche Größe; 1. männliche Blüte, vergrößert; 2. männliche Blüte im Längsschnitt, vergrößert; 3. weibliche Blüte, vergrößert; 4. weibliche Blüte im Längsschnitt, vergrößert; 5. Frucht, natürliche Größe; 6. Querschnitt durch die Frucht, natürliche Größe; 7. Samen, vergrößert

Blütezeit

Juni und Juli

Vorkommen

Die weiße Zaunrübe findet sich verbreitet an Hecken, in Gärten und an Zäunen.
Am häufigsten tritt sie im mittleren Deutschland auf. Nach Norden wird sie seltener, im Süden fehlt sie ganz.
Eine nahe Verwandte, die sich nur durch ihre zweihäusigen Blüten und roten Beeren wesentlich unterscheidet, ist die geringelte Zaunrübe, Bryonia dioica L. Sie ist im Allgemeinen seltener als die weiße.